Einkommensschere | Frauendiskriminierung | Männerdiskriminierung | Gleichbehandlung |



Thema: Die Einkommensschere zwischen Mann & Frau


Was ist eine Einkommensschere?

Antworten:
1) Die Einkommensschere ist ein scharfes Diskussionsthema und trotzdem kann sie nicht schneiden.
2) Man versteht darunter die unterschiedlichen durchschnittlichen Einkommen von Männern & Frauen.
3) Nicht darunter fallen die Einkommensunterschiede zwischen Jung & Alt, Inländer & Ausländer, Parteibuchbesitzer und Parteilose.
4) Die Einkommensschere unterscheidet sind der Gehaltsschere dadurch, dass man auch Einkommen haben kann die kein Gehalt sind, zB Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung, Zinseinkommen, Schwarzgeld aus Pfuscherei und Korruption, usw.
 

Wie groß ist die Einkommensschere?

Antworten:
1) Das ist eher von der Ideologie abhängig. Laut den Feministinnen (meist aus SPö und Grünen) ist sie sehr groß. Laut allen anderen ist sie nicht so groß
2) Bei den Beamten ist die Einkommensschere laut Gesetz null. Über den tatsächlichen Einkommensunterschied zwischen männlichen und weiblichen Beamten hat noch niemand etwas veröffentlicht, obwohl er natürlich in der Praxis nicht null sein wird.
3) Die Größe der Einkommensschere ist von der Betrachtungsweise abhängig. (Motto: "Glaube keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast."). Es hängt davon ab, ob
* gleiche Berufsfunktionen verglichen werden, (Friseurin mit KFZ-Mechanikern)
* gleiche Stundenanzahlen (Vollzeit- oder Teillzeitarbeit; mit oder ohne Überstunden; Tagarbeit oder Nachtarbeit), und
* gleiche Berufserfahrung (Frauen gehen meist einige Jahre in Karenz und meist einige Jahre früher in Pension. Frauen haben daher meist weniger Jahre an Berufserfahrung)
 

Wer ist für die Einkommensschere verantwortlich?
Antworten:
1) Die Gleichbehandlungsministerin (derzeit Gabriele Heinisch-Hosek SPÖ)
2) Die freie Wirtschaft: Wer mehr leistet, bekommt von den Unternehmen auch mehr bezahlt.
 

Selbsttest zu Ihrer persönlichen Einstellung zum Thema "Einkommenssfairness" bzw sexueller "Einkommensschere":
Beispiele zur Einkommensschere:
* Finden Sie es fair, wenn Vollzeitarbeiter mehr verdienen, als Teilzeitarbeiter?
* Finden Sie es fair, wenn Ärzte mehr verdienen als Krankenschwestern?
* Finden Sie es fair, dass Piloten mehr verdienen als Stewardessen?

Wenn ja: Gratulation. Sie treten für ein leistungsabhängiges Einkommen ein.
Wenn nein: Auch ok. Sie sind eher ein Anhänger bzw. Anhängerin der Bedürfnisgerechtigkeit ( = sozialen Gerechtigkeit) und eben nicht ein Anhänger bzw. Anhängerin der Leistungsgerechtigkeit. Die Bedürfnisgerechtigkeit besagt, dass jeder das gleiche verdienen sollte, ganz gleich was er leistet. Wir haben ja immerhin auch die gleichen Bedürfnisse.

Die meisten Diskussionen und Streitereien zum Thema Einkommenssschere zwischen Frau und Mann haben also eigentlich nichts mit dem Geschlecht zu tun. Sie fallen daher weder unter das Thema Frauendiskriminierung bzw. Männerdiskriminierung. Vielmehr hat es mit der Frage nach Leistungsgerechtigkeit versus Bedürfnisgerechtigkeit zu tun. Bedürfnisgerechtigkeit besagt, dass jeder Mensch gleiche Bedürfnisse beim Essen, Kleidung, Wohnen und Autos hat und deshalb auch gleich viel verdienen sollte.
Je nach dem für welches "Gerechtigkeitssystem" man sich entscheidet ist es entweder besser für Frauen oder für Männer. Eine 100% Gleichbehandlung wird es vermutlich nie geben. Die Feministinnen versuchen seit dem Jahr 2008 verstärkt eine Anhebung der Einkommen für Frauen über gesetzliche vorgeschriebene "Frauenquoten" zu erreichen. Bei diesem System wird eine Frau einem Mann bevorzugt (behaupteter Weise nur bei gleicher Leistung).
 

Mehr Informationen über die => Gender pay gap auf Wien-konkret, dem Stadtmagazin für Wien


Impressum: www.einkommensschere.at